Zukünftige Veranstaltungen

Sa. 24. August 2019, 19 Uhr: Offene Lesebühne am 120. Geburtstag von Ruth Schaumann

Hugo Kunz (1884–1938): Porträt Ruth Schaumann
Hugo Kunz (1884–1938): Porträt Ruth Schaumann

Die offene Lesebühne 2019 steht im Gedenken an die Lyrikerin und Künstlerin Ruth Schaumann (1899-1975), deren Geburtstag sich an diesem Tag zum 120. Mal jährt. Alle Teilnehmer der Lesebühne sind aufgerufen, sich mit der Dichterin zu befassen. Es ist nicht Bedingung für die Teilnahme, etwas von ihr vorzutragen oder selbst etwas über sie zu schreiben. Schön wäre es aber. Gisbert Amm wird die Dichterin kurz vorstellen und einige ihrer Gedichte zu Gehör bringen.

Ansonsten sind wieder alle eingeladen, eigenes oder fremdes vorzutragen (ausschließlich Lyrik); jeweils maximal zehn Minuten. Der Eintritt ist frei.

Sa. 21. September 2019, 19 Uhr: Stefaan van den Bremt

Stefaan van den BremtAm 21. September 2019 um 19 Uhr liest im Lyrikhaus der flämische Dichter Stefaan van den Bremt. Vorgestellt wird er durch Richard Pietraß. Der Eintritt beträgt 10 Euro.

Stefaan van den Bremt (geb. 12.10.1941) debütierte 1968 mit neoklassizistischen Gedichten, die sich durch hohes soziales Engagement auszeichneten. Er wurde als der politische Dichter des niederländischen Sprachraumes der siebziger Jahre bekannt. Die Gedichte dieser Zeit beschäftigen sich mit sozialen Themen wie Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit. Gleichzeitig schrieb er auch Theaterstücke und Lieder. In den Achtzigern wurde seine Lyrik persönlicher im Inhalt und klassischer in der Form. Van den Bremt schrieb nun anstelle politischer Agitationslyrik erotische Liebesgedichte. In den Neunzigern wurden Wortspiele in seinem Werk immer wichtiger. Seine Gedichte hatten nun öfters biographische Anekdoten zum Inhalt, die Grundfragen der menschlichen Existenz beleuchten.
Van den Bremt hat sich mit Übertragungen von Autoren wie Verhaeren, Maeterlinck, Brecht und Kafka und seinem Engagement für die Lateinamerikanische Literatur auch als Übersetzer einen Namen gemacht. Lateinamerikanische Dichter wie José Luis Sierra, Jaime Sabines und Joaquín Silva sind durch ihn im niederländischen Sprachraum bekannt geworden. 2006 brachte er in der Reihe „Poetry in translation“ des Verlags Uitgeverij P unter dem Titel Wat ik mis om gelukkig te zijn (Was ich vermisse, um glücklich zu sein) eine Auswahl von 60 Gedichten von Richard Pietraß heraus. Unter dem Titel Stimme aus dem tiefen Land erschien 2011 im Verlag im Wald sein Gedichtband Stem uit het laagland in deutscher Sprache, nachgedichtet von Maria Csollány und mit einem Vorwort von Richard Pietraß.
Preise (Auswahl): Flämischer Debütpreis (1968), L.P. Boon Preis (1980), Premio Internacional de Poesía Ciudad de Zacatecas (Mexico, 2007)

Selbstporträt

Ich, der ich von Redseligkeit den Nachgeschmack
geschmeckt habe, und sie ist unbeleckt
und pfeffert mir den Mund mit ihrem Schnack,
der beißend meine Zunge schreckt;

ich, der ich, wo es kribbelte, das Wort
gespürt habe als weißes Blatt
und schreibe so als würde ich seinen Mord
begehen, all das Weiße satt;

ich, der ich den Galopp von Hühnern ohne Kopf
gesehen habe, und wie alt war ich,
der ich das Herz, das stockend pocht,
gehört habe, so fürchterlich? –

Ich, der ich manches Buch und eine Blume
beschnuppert habe und verstumme.

Aus dem Niederländischen von Ard Posthuma

Weitere Gedichte von Stefaan van den Bremt bei lyrikline.org

So. 27. Oktober 2019, 15 Uhr: Vorstellung Edition Lyrikhaus Nr. 3, Ingolf Brökel: Der Dichtungsring in der Physik

So. 24. November 2019, 15 Uhr: Kathrin Schmidt und Sylvia Geist

So. 26. Januar 2020, 15 Uhr:

So. 23. Februar 2020, 15 Uhr: „In Freuden lebe ich“ – Ein Programm mit Liebesgedichten von Joseph von Eichendorff, vertont von Roland Krispin. Mit Maria Schella (Klavier, 2. Stimme) und Roland Krispin (Gesang, Gitarre)

So. 22. März 2020, 15 Uhr:

Sa. 18. April 2020, 19 Uhr:

Sa. 09. Mai 2020, 19 Uhr:

Sa. 20. Juni 2020, 19 Uhr:

Sa. 22. August 2020, 19 Uhr: Offene Lesebühne am 100. Geburtstag von Wolfdietrich Schnurre

Sa. 26. September 2020, 19 Uhr:

So. 25. Oktober 2020, 15 Uhr:

So. 22. November 2020, 15 Uhr (Totensonntag):