Zukünftige Veranstaltungen

Tickets gibt es im Ticketshop

Sa. 22. August 2020, 19 Uhr:

Sa. 26. September 2020, 19 Uhr: Johanna Schwedes und Bertram Reinecke

So. 25. Oktober 2020, 15 Uhr: Christine Kappe (Lyrik) und Corinna Eikmeier (Cello)

So. 22. November 2020, 15 Uhr: Kokon und Handschuh – Georg Leß und Sonja vom Brocke

Am Sonntag, dem 22. November 2020 um 15 Uhr kommen Georg Leß und Sonja vom Brocke ins Lyrikhaus. Musikalische Umrahmung durch die Formation Periode (Berlin). Der Eintritt beträgt 10 Euro. Es gibt Kaffee und Kuchen.

Georg Leß. Foto: Dirk Skiba

Georg Leß, geboren 1981 in Neheim, Stadt Arnsberg (Hochsauerlandkreis), lebt in Berlin. Wesentliche Teile seiner Dichtung kreisen um Wildtiere und das Unheimliche, gelegentlich spielt seine sauerländische Heimat eine Rolle. Gedichtbände: „Schlachtgewicht“ (Parasitenpresse 2013) und „die Hohlhandmusikalität“ (kookbooks 2019). Auszeichnungen: 2013 Arbeitsstipendium des Berliner Senats. 2014 GWK-Förderpreis für Literatur. 2016 Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler

der Fuchs am Südkreuz

ich schoss ja nur Bilder, schon ging er mir nach
seine Scheu, rötlich verwickelt in die Sommernacht
verwackelt, schief die Schilder, der Laternenpfahl

dieses kräftig durchblutete Nachbild, in Häuten die Stadt
wohin damit wo kein Rivale droht, zu Hause
wurde ich ihn los, wenn auch nicht satt, verkroch

sich vorm Blitz, tief im Unterholzwunsch, nur
ein Grollen blieb unter dem Schreibtisch zurück
in meiner Einkaufstüte wird das Fleisch nicht frischer

Sonja vom Brocke. Foto: Zoé Beausire

Sonja vom Brocke, geboren 1980 in Hagen, studierte Philosophie, Germanistik und Anglistik in Köln, Hamburg und Paris. Sie schloss ihr Studium mit einer Arbeit zum Verhältnis von Denken und Dichtung ab. Seit 2007 lebt sie in Berlin. Gedichtbände: „Ohne Tiere“ (Verlag Heckler und Koch 2010), „Venice singt“ (kookbooks 2015), „Düngerkind“ (Verlag Peter Engstler 2018). Auszeichnungen u.a.:
2015 Förderpreis Literatur der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit (GWK).
2016 Arbeitsstipendium des Berliner Senats.
2016 Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler

rege

rege zehrendes Ätz
der Teutonenonyx von vorn, so ein Wid(d)er-
schnittiger Teiler
zage Schmäh, ohne Schatz
sein Lavieren.
Was die Windelhippe erzürnt
dem Onyxteuton ein Ohrloch zu beißen