Zukünftige Veranstaltungen

So. 26. Januar 2020, 15 Uhr: Poetry for Future? Anja Utler „kommen sehen“ Lyrikperformance

Am Sonntag, dem 26. Januar 2020 um 15 Uhr liest Anja Utler im Lyrikhaus aus ihrem Text „kommen sehen. Lobgesang“ . Der Eintritt beträgt 10 Euro. Es gibt Kaffee und Kuchen.

Natur spielt in Gedichten traditionell eine wichtige Rolle. Ist die Poesie also schon immer mit der Zukunft im Bunde? Oder hat sie, ganz im Gegenteil, zu den Themen der „for Future“-Bewegung nichts beizutragen? Etwa, weil Poesie und politische Slogans sich nicht vertragen?

Es gibt Dichterinnen, deren Arbeit zu diesen Fragen eigene Positionen entwickeln.

„kommen sehen. Lobgesang“ ist ein poetischer Monolog aus der Zukunft. Eine alte Frau spricht zu ihrer Tochter im Versuch, ihr etwas Wichtiges zu hinterlassen – ein Bild davon, wie eine bereits ferne ökologische Katastrophe namens „drei Jahre Sommer“ das Denken, Erklärungsmuster und Fantasie verändert hat, davon, wie sie selbst aber auch die Gesellschaft mit ihren Ängsten und Sehnsüchten mit der Anpassung an die veränderten Bedingungen ringen.

Anja Utler. Foto Tom Langdon
Anja Utler. Foto Tom Langdon

Anja Utler, geboren 1973 in Schwandorf, lebt nach Jahren in Wien, Regensburg und Prag mittlerweile in Leipzig. Sie studierte Slavistik, Anglistik und Sprecherziehung und promovierte 2003 zu Geschlechterfragen in der russischen Lyrik der Moderne. Sie unterrichtete u.a. als Writer-in-Residence am Oberlin College, Ohio (2015), als Gastprofessorin für Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien (2017/18) und als Thomas-Kling-Poetikdozentin an der Universität Bonn (2018/19). Ihre Gedichte aus dem Band münden – entzüngeln verfolgen die sprachlichen Abdrücke unserer physischen Abhängigkeit von ökologischen Beziehungen. Dafür erhielt sie 2003 den Leonce-und-Lena-Preis. Für die „innovative Darstellung aktueller Themen wie Ökologie in der Poesie“ und den „reflektierenden wie sinnlichen Umgang mit dem Verhältnis von Sprache und Körper“ wurde Anja Utler 2014 der Basler Lyrikpreis verliehen. Ihre Gedichte wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt und in Anthologien, Zeitschriften und in einigen Ländern auch als Bücher gedruckt.


Es hat noch nicht richtig gebrannt Es ist noch nicht richtig
gesprungen worden Die Flammen zu niedrig Die Flammen
zu hoch jahrelang Jetzt wo sie sich selber entzünden
braucht es den Rechten Fuß der in Zarter Nacktheit bereit
steht sie austritt Reinheit die in der Asche Siegt
Und Hilft nichts Ist nur das Zeichen Die Rechte ist noch nicht
gefunden Sag mir nicht dieser Irrsinn bitte Und sie
sagt Natürlich nicht Richtig ist Nächte kurz Nächte lang
es hat gebrannt vieles was nicht hätte brennen
dürfen hier Und dort draußen war alles wie immer

So. 23. Februar 2020, 15 Uhr: „In Freuden lebe ich“ – Ein Programm mit Liebesgedichten von Joseph von Eichendorff, vertont von Roland Krispin. Mit Maria Schella (Klavier, 2. Stimme) und Roland Krispin (Gesang, Gitarre)

So. 22. März 2020, 15 Uhr: Georg Leß und Sonja vom Brocke

Sa. 18. April 2020, 19 Uhr: Thomas Böhme

Sa. 09. Mai 2020, 19 Uhr: Thomas Gsella, Gerhard Henschel, Toni Mahoni und Benno Kolosska

Sa. 20. Juni 2020, 19 Uhr: Lioba Happel und Bianca Döring

Sa. 22. August 2020, 19 Uhr:

Sa. 26. September 2020, 19 Uhr:

So. 25. Oktober 2020, 15 Uhr: Christine Kappe (Lyrik) und Corinna Eikmeier (Cello)

So. 22. November 2020, 15 Uhr: