Was ist ein Lyrikhaus?

 

DSC_0013Das Lyrikhaus Joachimsthal ist ein auf Gedichte und Dichter spezialisierter Buchladen mit Antiquariat und Lesecafé. Zunächst ist es immer Freitag bis Sonntag von 13 bis 19 Uhr geöffnet. Hier finden regelmäßig  Lesungen und Werkstätten statt, es ist ein Ort des Kennenlernens und Austauschens. Ein soziales und intellektuelles Zentrum für die Bewohner von Joachimsthal und ein besonderer Ausflugsort für Menschen aus Berlin und der ganzen Region.

Ein Lyrikhaus ist ein beflügeltes Haus. Ein Ort für Gedichte und Dichter.

Portrait Holger Barthel
Das Lyrikhaus-Logo war ein Geschenk meines Freundes Holger Barthel, der die Eröffnung nicht mehr erleben durfte.

Wer echte Poeten, Nachdichter, Barden, Reimschmiede, Sprachspieler und Wortkünstler treffen will, der kommt hierher. Hier gibt es neue und gebrauchte Gedichtbände, die man kaufen oder in denen man einfach nur blättern kann. Manche sind unverkäufliche, private Leihgaben. Es gibt Dichterbiografien, Literaturzeitschriften, Lyrikkalender, Hörbücher, Schillerbüsten und Heaney-Mumien. Das Weltgedicht und die Welt der Gedichte. Aus aller Knechte und Herren Länder und Sprachen. Im Lyrikhaus wird gelesen, genossen, vorgelesen, reflektiert, gelacht, gedeutet, geradebrecht und gedichtet – einzeln oder zu mehreren. Gebrauchslyrik für Taufe, Hochzeit, Jubiläum und alle Lebensereignisse, bei denen es Menschen zum Gedicht drängt. Oder auch ernsthafte Dichtung. Vielleicht bekommt man ein persönliches Gedicht mit auf den Weg. Oder wird beraten und findet ein neues Lieblingsgedicht. Oder einen Lieblingsdichter. Oder überhaupt den Zugang zum Gedicht. Hier ist der Ort dafür.

Das Lyrikhaus wurde am 21. Mai 2016 eröffnet.

DSC_0071Anregungen, Wünsche, Hinweise und Texte bitte an info ätt lyrikhaus.de

2 Gedanken zu „Was ist ein Lyrikhaus?“

  1. Ich finde es sehr spannend, was da bei Euch entsteht. Ich wünsche Euch fragende, suchende, begeisterte und glückliche Gedichtesucher … Ich kenne nicht viele Menschen, denen Gänsemarkt den Rücken hinunterläuft oder die Tränen in den Augen haben oder die glückselig lächeln, wenn sie ein Gedicht hören oder lesen. Und irgendwann stehe ich in eurem Lyrikhaus und werde versinken in den Worten, die Menschen zu wunderbaren Gebilden geformt haben. Eine gute und sinnliche Zeit wünscht Therese aus FW

  2. Es ist scheint ein Ort geschaffen, an dem Worte noch wertgeschätzt werden …

    Ich saß und saß so manche Stunden
    las großer Dichter Denkensgut
    gar oft hab’ ich sehr viel gefunden
    das nicht berührt mein inn’res Blut
    fand nicht der Wesen Seelensprache
    fand nicht Berührung tief in mir
    fand oft Gedanken nur ganz flache
    dargestellt als Wortgewirr
    als Wortgewirr aus krausen Köpfen
    garniert mit sehr viel Denksalat
    verflochten oft zu dicken Zöpfen
    Gedankenschrott als hochkarat
    selbst wenn ich schaute um die Ecken
    taucht’ tief in das Gesagte ein
    um mir verborg’nes zu entdecken
    ließ leerer Inhalt mich allein
    oft fand ich unter schillernd’ Umhang
    nur ein mageres Gerüst
    sucht vom beginnen bis zum Ausklang
    die Stell’ wo Muse sie geküßt

    ewaldeden

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