2016

Sa. 3. Dezember 2016, 19 Uhr: Lesung mit Dirk Uwe Hansen, Christoph Georg Rohrbach und Georg Leß

Dirk-Uwe Hansen © Ralf Werner
Dirk-Uwe Hansen © Ralf Werner

Dirk Uwe Hansen, geboren 1963 in Eckernförde. Studium der Klas­sischen Phi­lo­logie. Arbeitet als Wis­sen­schaft­licher Ange­stell­ter an der Uni­ver­sität Greifs­wald.

Veröffentlichte Übersetzungen griechischer Dichtung (Theognis, Epigramme der Anthologia Graeca, Sappho) und eigene Gedichte in Zeit­schriften und An­tho­lo­gien. 2011 er­schien sein Debüt­band Sirenen im Udo-Degener-Verlag, Potsdam. 2014 war er Finalist beim Münchner Lyrikpreis.

„Hansen dickt oder dampft seine Lyrik ein und verflüssigt gleichzeitig die schwebenden Teilchen. Als Autor weiß er genau, was er will, ist aber klug genug, nicht die Kontrolle über seine Teilchen behalten zu wollen. Sie schweben frei und zufällig.“ (fixpoetry)

 

Christoph Georg Rohrbach © Ulrich Schäfer-Newiger
Christoph Georg Rohrbach © Ulrich Schäfer-Newiger

Christoph Georg Rohrbach, geboren 1992 in Blankenburg (Harz). Seit 2011 Studium der Germanistik, Geschichte, ev. Religion und Deutsch als Fremdsprache in Greifswald und Kraków. Schreibt Lyrik.

Veröffentlichungen in Zeitschriften (mosaik, Ort der Augen, Risse) und Anthologien. Finalist beim Poet|bewegt-Wettbewerb 2014 und Teilnehmer der Vorrunde zum Lyrikpreis München 2016. Im Herbst 2016 erschien das Lyrikheft O. Gedichte in der Kölner parasitenpresse.

 

Georg Less © Dirk Skiba
Georg Less © Dirk Skiba

Georg Leß, geboren 1981 in Neheim, lebt in Berlin. Veröffentlichungen von Gedichten, Erzählungen und Essays in Zeitschriften und Anthologien (u.a. Edit, Sprache im technischen Zeitalter, Park, karawa.net, Jahrbuch der Lyrik). 2013 Arbeitsstipendium des Berliner Senats. 2014 GWK-Förderpreis für Literatur. 2016 Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen. Einzelveröffentlichung: Schlachtgewicht. Gedichte (parasitenpresse).

Der Eintritt beträgt 5 Euro.

Sa. 12. November 2016, 19 Uhr: Buchpremiere: Oliver Hohlfeld / Uta Kühn: „Verschlungene Wege“

Auf verschlungenen Wegen begegnen sich zwei Stimmen. Zwei reife Menschen; ein Mann und eine Frau sprechen aus ihren Welten. Aus einer lebendigen Schau wurden Texte, die sich nun auf einer Bühne begegnen. Liebe, Rebellion, Sehnsucht, Schmerz, Vision, Suche, Reise, Orte werden zu Literatur als Kommunikation im Jetzt und durch alle Zeiten. Aus Geschichten, Gedichten werden Lieder und Tanz. Beide Autoren, die bereits in Leipzig, Halle, Berlin und an anderen Orten literarische Lesungen und Veröffentlichungen unternommen haben, leben in der Uckermark und präsentieren eine gemeinsame literarische Lesung eigener und teilweise noch unveröffentlicher Texte zum Thema: Verschlungene Wege. Erschienen im Verlag Bullauge. Der Eintritt beträgt 5 Euro.

Sa. 29. Oktober 2016, 19 Uhr: Alle Farben im Schilf – Lesung mit Musik – Konstantin Kilger und Rico Haring (Klavier)

Konstantin Kilger
Konstantin Kilger

Konstantin Kilger liest aus seinem 2016 erschienenen Buch „Alle Farben im Schilf. Mitlesebuch 129“ (APHAIA VERLAG), begleitet von musikalischen Einfällen von Rico Haring.

Konstantin Kilger, 1963 glücklich als Randberliner zur Welt gekommen. Früher Vaterverlust. Intensive und unbeschwerte Kindheit mit märkischen Kiefern. Einschlafrituale mit lauter brüderlicher Rockmusik. Frühes Reimen und später exzessive Wortspielereien – vor allem Wortverdrehungen, womit die Geduld der Mitmenschen auf das Äußerste strapaziert wurde. In der Jugend Begegnung mit Blues und Klassik. Erste Bandtexte. Achtzehn prägende Monate bei der NVA; verdaut mit dem ersten gültigen Text. Studium der Humanmedizin in Berlin, anschließend Arbeit als Kinderarzt in Berlin-Buch. 1998 Praxisübernahme in Berlin-Friedrichshain. Inzwischen vier rothaarige Töchter. Seit 2007 mit Frau Annette in Woltersdorf bei Erkner lebend. Folgenreiche Begegnung mit dem Maler und Grafiker Egon Bresien. Seit 2008 fünf gemeinsam gestaltete Lyrikbände im Eigenverlag (Edition Blaupause). Im Gefolge zahlreiche Lesungen in Berlin und Brandenburg. 2016 Debüt mit „Alle Farben im Schilf. Mitlesebuch 129“ (APHAIA VERLAG). Der Eintritt beträgt 5 Euro.

Sa. 24. September 2016, 19 Uhr: Verlagsvorstellung hochroth

h-cover1Am 24. September um 19 Uhr habe ich die Freude, den hochroth-Verlag vorzustellen, von dessen Büchern bereits eine Auswahl im Lyrikhaus käuflich zu erwerben ist. Es werden Mitarbeiter des Verlages und die Autorin Érica Zíngano nach Joachimsthal kommen; wir werden über den Verlag plaudern und das eine oder andere Gedicht zu hören bekommen.

Erica ZinganoÉrica Zíngano (geb. 1980 in Fortaleza, Brasilien) lebt in Lissabon und arbeitet an einer literaturwissenschaftlichen Promotion über die portugiesische Schriftstellerin María Gabriela Llansol (1931-2008). In ihrer Lyrik, in grafischen und filmischen Werken, Installationen und Fotografien setzt sich die Multimedia-Künstlerin mit dem Verhältnis von Sprache und Raum auseinander. Ihre Texte sind in diversen Zeitschriften und Anthologien erschienen

Der hochroth-Verlag ist etwas ganz besonderes, vor allem in diesen Tagen. Zitat aus dem Konzept:

hochroth koffer„Der hochroth Verlag versteht sich als Modellprojekt zur alternativen Verlagsszene. Da in den letzten Jahren viele wichtige Lyrikreihen größerer Verlage eingestellt wurden, will er alternative Arten des Publizierens ausprobieren und weitere Verlagsinitiativen anregen. Im Gegensatz zur verbreiteten Tendenz, Gedichte online zu veröffentlichen, setzt hochroth also in klassischer Weise auf „Bücher zum Anfassen“. Der Verlag geht dabei neue Wege in der Produktion und im Vertrieb. So werden die Bücher in einer Mischung aus handgemachter und professioneller Fertigung hergestellt und weitgehend über den Direktvertrieb (Bücherstände, Bauchladen) verkauft. Die Auflagen werden flexibel der Nachfrage angepasst, die einzelnen Bände erhalten deshalb eine laufende Nummer.“ Weiteres zum Verlag unter http://www.hochroth.de/. Der Eintritt beträgt 5 Euro.

Sa. 27. August 2016, 19 Uhr: Lesung mit Dana Ranga

Dana Ranga 2016. Foto: Peter Hintz
Dana Ranga 2016. Foto: Peter Hintz

Dana Ranga, geboren 1964 in Bukarest, kam 1987 nach Deutschland. An der Freien Universität Berlin studierte sie Semiotik, Filmwissenschaft und Kunstgeschichte. Sie veröffentlichte in den Zeitschriften Sinn und Form, Manuskripte und die horen. 2011 erschien bei Suhrkamp ihr erster deutscher Gedichtband Wasserbuch, im Februar 2016 folgte Hauthaus.

Ihre Dokumentarfilme (Astronaut) Story und Cosmonaut Polyakov wurden weltweit auf Festivals und im Kino aufgeführt. Dana Ranga lebt als freie Schriftstellerin in Berlin.

Sa. 9. Juli 2016, 19 Uhr: Opgaan in verwondering ~ Aufgehen im Wunder. Erinnerung an Jos Delisse.

Jos Delisse
Jos Delisse

Literarisch-musikalisches Programm

Jos Delisse, der im Rahmen seiner Tätigkeit für ATD Vierte Welt in Joachimsthal weilte und im Sommer 2015 auch das Lyrikhaus besuchte, als es noch Baustelle war, ist am 19. März 2016 entschlafen. Wir gedenken seiner mit Liedern und Gedichten, die er hinterlassen hat – unter anderem aus seinem Gedichtband „Opgaan in verwondering“, den er dem Lyrikhaus gestiftet hatte – und mit Gedichten seines Lieblingsdichters Hermann Hesse. Jos‘ Gedichte werden im niederländischen Original und in deutscher Übersetzung zu hören sein. Andreas Loher (E-Piano) und Gabriele Mehling (Querflöte) steuern Musikalisches bei.

Der Eintritt ist frei.

Sa. 18. Juni 2016, 19 Uhr: Der poetische Bahnhofsbewohner – Erinnerung an Holger Barthel

Holger Barthel 2015. Foto: Gisbert Amm
Holger Barthel 2015. Foto: Gisbert Amm

Freunde und Wegbegleiter erinnern an den Künstler Holger Barthel, der am Gründonnerstag im Alter von nur 55 Jahren an Krebs gestorben ist.

Holger Barthel war ein Liebhaber der Poesie und als solcher wichtiger Begleiter und Unterstützer des Lyrikhaus-Projektes. Er hat das Lyrikhaus-Logo gestaltet, des Öfteren auf der Baustelle mit angepackt und dem Lyrikhaus die ursprünglichen „Poetischen Bahnhofslaternen“ überlassen, als diese am Kaiserbahnhof durch die jetzigen ersetzt wurden. Die großformatigen Tafeln mit Gedichten verschiedener Autoren und Aquarellen von Holger Barthel werden die dominierende Fenstergestaltung des Lyrikhauses bleiben. In seiner Galerie „Wiegehalle“ neben dem Kaiserbahnhof veranstaltete er ein- bis zweimal im Jahr unter Leitung von Richard Pietraß eine Dichterwerkstatt mit dem dem Titel „Gleis L“, zu der namhafte Autorinnen wie Brigitte Struzyk und Christiane Grosz nach Joachimsthal kamen.

Aber auch Holger Barthels vielfältige Beiträge zu Kultur- und Nachhaltigkeitsinitiativen sollen gewürdigt werden. Das Logo für den Umweltbahnhof Dannenwalde hat er geschaffen und war seinen umweltethischen Anliegen gemäß im dortigen Verein aktiv. Dem Filmfest „Provinziale“ in Eberswalde war er ein guter Bekannter. Im vergangenen Jahr hat er das Festival-Eingangsportal gestaltet. Auch dort trauert man um ihn. Im Choriner LandSalon e.V. war Holger aktiv – gestaltete das Logo, brachte sich in die Programm-Planung ein und diskutierte bei den Veranstaltungen rege mit. Noch im September 2015 organisierte er gemeinsam mit dem Joachimsthaler BIORAMA-Projekt unter dem Titel kultur(t)raum. Grenzenloses Wachstum – Burnout für die Erde? eine Veranstaltungsreihe zu den Themen Frieden, Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Es soll keine zweite Trauerfeier werden, sondern ein unterhaltsamer, nachdenklicher und fröhlicher Abend, wie Holger Barthel es sich bestimmt gewünscht hätte.

Der Eintritt ist frei.

Ich brauch, daß mein Haus gedeiht:
Eine Frau, vergnügt und gescheit,
Eine Katz, die auf Büchern sich rollte.
Und Freunde zu jeder Zeit,
Ohne die ich nicht leben wollte.

Guillaume Apollinaire

Sa. 21. Mai 2016, 19 Uhr: Eröffnung

Richard Pietraß. Foto: peter gesierich © xuru.eu
Richard Pietraß. Foto: peter gesierich © xuru.eu

Begrüßung durch Gisbert Amm und Eröffnungsrede von Richard Pietraß. Im Anschluss stellt Gisbert Amm sein Debüt „jahresringen“ vor, danach liest Richard Pietraß aus seinem Werk. Bei schönem Wetter Ausklang am Lagerfeuer mit spontanen Beiträgen.

Beginn um 19 Uhr. Die Uhrzeit ist so gewählt, dass man auch ohne Auto noch nach Berlin zurück kommt mit dem letzten Zug der RB 63 (NEB) um 21:23 Uhr (Link zum Fahrplan). Dauer der Reden und Lesungen höchstens 2 Stunden. Einlass ab 18 Uhr.

Der Eintritt ist frei.